Projekt „SozialAktiv“ am Gymnasium Letmathe: Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF übernehmen soziale Verantwortung

Gesellschaftliches Engagement beginnt oft im Kleinen – und genau hier setzt das in diesem Schuljahr neu eingeführte Projekt „SozialAktiv“ am Gymnasium Letmathe an: Ausgehend von Inhalten des Religions- und Philosophieunterrichts wird für die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase (Klasse 11) schulisches Lernen mit sozialem Engagement verbunden. Ziel ist den jungen Menschen die Bedeutung von sozial-gesellschaftlicher Mitverantwortung näherzubringen. Gleichzeitig soll durch das Engagement ein konkreter Beitrag zum Gemeinwohl in der Region geleistet werden.

Ausgangspunkt für die Einführung des Projekts war der an die Schulleitung herangetragene Wunsch aus der Schüler*innen- und Elternschaft, dass die Lernenden in ihrer Schullaufbahn die Möglichkeit erhalten, begleitet auch praktische Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln zu können. Dieser Wunsch wurde von den Fachschaften Evangelische und Katholische Religionslehre sowie Philosophie aufgegriffen und mündete in der Erarbeitung des fächerübergreifenden Konzeptes „SozialAktiv“. Hierbei geht es um die Idee, dass die Jugendlichen den rein theoretischen Unterricht mit praktischen Erfahrungen in sozialen Tätigkeitsbereichen verknüpfen. Grundlage sind dabei Unterrichtsinhalte aus der jeweiligen fachlichen Perspektive zum Menschenbild sowie zur Verantwortung des Menschen gegenüber seinen Mitmenschen und seiner Umwelt.

In der konkreten Umsetzung suchten die Schülerinnen und Schüler – mit Unterstützung ihrer Lehrerinnen (Frau Dr. Schmitt, Frau Hagebölling, Frau Albrecht) – eigeninitiativ den Kontakt zu den einzelnen Einrichtungen und planten ihre Engagement-Phase selbstständig, ehe sie in der Zeit vom 07. Januar bis 27. März 2026 im Schnitt etwa eine Stunde pro Woche in den Einrichtungen (bspw. Seniorenheim, Hospiz, Kindergarten, Jugendtreff, in Einrichtung für Menschen mit Behinderung, Eine-Welt-Laden, Second-Hand-Laden oder Tierheim) tätig wurden. Die Idee dieses Projekts stieß bei den sozialen Einrichtungen, die von den Schüler*innen gewählt worden waren, auf große Zustimmung.

Nach Abschluss dieser Phase erhielten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, ihre Erfahrungen in einem Produkt zu dokumentieren und zu reflektieren und schließlich in einer Jahrgangsstufenversammlung vorzustellen. Die Ergebnisse zeugten von einer großen Bandbreite in inhaltlicher und kreativer Hinsicht; es wurden u.a. Podcasts, kleine Videosequenzen oder PowerPointPräsentationen erstellt.

Eine Evaluation des Projekts in der Jahrgangsstufe ergab insgesamt ein positives Bild. Hier einige Rückmeldungen aus der Schüler*innenschaft:

„Mir hat am besten gefallen, dass ich einen Einblick in ein Themenfeld bekommen konnte, bei dem ich nie gedacht hätte, dass es mir Spaß machen könnte, da man bei einem normalen Praktikum ja schließlich nach dem stärksten Interesse geht.“

„Mir hat gefallen, Kontakte mit neuen Menschen zu knüpfen und zu sehen, wie viel man einfach mit Dasein und Zuhören bewirken kann.“

„Mir hat vor allem die Menschlichkeit gefallen, die man beim Arbeiten in sozialen Einrichtungen verspürt.“

„Ich finde die Grundidee des Projekts sehr gut, gerade weil Jugendliche dadurch `gezwungen‘ sind, sich sozial und ehrenamtlich zu engagieren und in der Gesellschaft etwas beizutragen.“

„Insgesamt gaben die meisten Schülerinnen und Schüler an, auf unterschiedlichen Ebenen wertvolle Erfahrungen und neue Erkenntnisse gewonnen zu haben. Gleichzeitig wurde das Konzept in seiner Anlage und Durchführung überwiegend positiv bewertet“, bilanziert Schulleiter Tobias Hommel. „Vor diesem Hintergrund wird „SozialAktiv“ auch im nächsten Schuljahr in der Einführungsphase der Sekundarstufe II erneut angeboten.“